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DO, 9. Mai 2024, 11 Uhr: „Lies was Gscheits“ ist die Devise bei Freequenns Literatouren

Dieser etwas flapsige ‚kategorische Imperativ‘ (der große und heuer ganz besonders gefeierte Königsberger Philosoph verzeihe den selbstverständlich weit überzogenen Vergleich!) kann natürlich nicht ganz ernst gemeint sein… das wissen auch wir, die MitarbeiterInnen der Literatouren-Redaktion von Radio Freequenns. Dennoch ist es so, dass wir ständig unsere Augen & Ohren offen haben und versuchen, für unsere Radiohörer_innen Lohnendes zu entdecken und in unserer Sendung vorzustellen. ***

Apropos Gedenktage bzw. -jahre: Vor bald 100 Jahren starb Franz Kafka an seiner schweren Tuberkulose. Dazu haben wir kürzlich bereits einen Beitrag von einem Partnerradio gebracht: KAFKAS LETZTE TAGE – der Podcast wird täglich um eine Episode ergänzt und kann jederzeit nachgehört werden.

*** In diesem Sinne (sh. oben) also ein Überblick über Beiträge in der aktuellen Ausgabe am 9. Mai (Feiertagsprogramm!):

„Nachtfrauen“ heißt der zuletzt erschienene Roman von Maja Haderlap, die vor mehr als 10 Jahren mit „Engel des Vergessens“ schlagartig einem größeren Publikum bekannt wurde. Sie gewann damals auch den Bachmann-Preis in Klagenfurt. Wie in ihrem ersten Roman geht es auch hier um das Thema Zweisprachigkeit in Kärnten und wie die gewaltvollen Erlebnisse der Elterngeneration sich bis in die Gegenwart auf die Nachfahren auswirkt.

Dzevad Karahasan (1953 in Sarajewo – 2023 in Graz) war ein Vermittler zwischen den Kulturen, zwischen Orient und Okzident, zwischen Islam und Christentum. Er veröffentlichte nach seiner Flucht während des Balkankriegs nach Österreich seine ersten Werke auf Deutsch beim Wieser Verlag und gehörte bald zu den bedeutendsten Vertreter_innen der europäischen Literatur. Mit „Der Trost des Nachthimmels“ schrieb er einen umfangreichen und episch angelegten Roman, der im Seldschukenreich (etwa 11. Jh.) in Isfahan spielt. Während der Protagonist einen ungeklärten Todesfall aufklären soll, zieht der Fall immer weitere Kreise, denn Hofintrigen und soziale Spannungen bringen das Reich zu Fall. Und es wäre nicht der wortgewaltige Dichter Karahasan, wenn er nicht auch noch andere Bezüge in die Handlung einführte, die vielleicht Parallelen in die Gegenwart aufzeigen…

Belletristik im besten Sinn des Wortes, vorgestellt von Siegmund Klakl, nämlich der Roman von Jonas JonassonWie die Schweden das Träumen erfanden: Ein hoffnungsvoller Roman über die Freundschaft. Er handelt von einem deutschen Unternehmer und einer schwedischen Bürgermeisterin, die die Herzen der Leser_innen erobern.

Und als letztes der Roman von Christine Vescoli mit dem Titel „Mutternichts“. Die Autorin stammt aus Bozen, studierte in Österreich Literatur und Kunstgeschichte und leitet seit 15 Jahren die Literaturtage in Lana. In ihrem Erstlingsroman beschreibt sie das Schicksal ihrer Mutter, die während des 2. WK in eine arme Familie in Südtirol geboren und deshalb von ihrer Familie weggeben wurde. Die Protagonistin, ihre Tochter, begibt sich auf die Suche nach den spärlichen Spuren ihrer Mutter.

Wiederholungen dieser Sendungen am DI, 14. 5., um 17 Uhr, und MI, 15. 5., um 22 Uhr – außerdem sind die Beiträge nach Erstausstrahlung in der Radiothek nachzuhören.

Schöne Tage im Mai – und wir freuen uns auch über Rückmeldungen an literatur@freequenns.at – das Literatouren-Team grüßt herzlich!

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