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DO, 29. 1. 2026, 8 Uhr: Literatouren zum Holocaust-Gedenktag

Am 27. Jänner 2026 jährt sich zum 81. Mal die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. Dieser Tag wird seit 2005 als Holocaust-Gedenktag begangen. Die Gräuel durch den Nationalsozialismus an diesem und vielen anderen Orten in Europa waren unbeschreiblich. Die Erinnerung an den Holocaust muss bleiben, auch wenn es mittlerweile nur noch wenige Zeitzeug_innen gibt, die darüber berichten können. Diese Erinnerungsarbeit und Gedenkkultur sind wichtig vor allem auch in einer Zeit, wo die Zahl der rechtsextremistischen Übergriffe erwiesenermaßen wieder im Steigen und antisemitische Witze, Beleidigungen und Handlungen mancherorts wieder salonfähig geworden sind (wie die letzten Zahlen des DÖW – Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands – belegen).

Die Literatouren-Redaktion bringt diesmal Beiträge aus seinem Archiv, u. zw. ein Porträt und die Buchvorstellung zweier Holocaust-Überlebender, nämlich Arik Brauer – Maler, Grafiker und Sänger – sowie Ruth Klüger: Sie wurde im Alter von 11 Jahren mit ihrer Mutter nach Theresienstadt deportiert und später nach Groß-Rosen gebracht. Kurz vor Kriegsende gelang ihr die Flucht. Sie war Literaturwissenschaftlerin und veröffentlichte u. a. ihre Lebenserinnerungen unter dem Titel weiter leben, die in dieser Sendung vorgestellt werden. Ruth Klüger starb 2020 in Kalifornien. – Arik Brauer (gest. 2021) überlebte als Kind untergetaucht in Wien, während sein Vater in einem Konzentrationslager zu Tode kam.

Das letzte Buch, das in dieser Sendung vorgestellt wird, stammt von David Grossmann und auch hier geht es um die Auseinandersetzung mit einem totalitären Regime, wenn auch unter anderen Vorzeichen. Der Titel: Was Nina wusste. Dies ist ein Roman aus der Enkelin-Perspektive: Gili beginnt anlässlich des 90. Geburtstags ihrer Großmutter deren Vergangenheit zu erforschen und möchte einen Film darüber drehen: Diese war nämlich von Titos Geheimpolizei verhaftet worden und landete auf der Gefängnisinsel Goli Otok. Und damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt…

Mitarbeit an dieser Sendung: Helene Fuchs, Hilde Unterberger – (Foto: Holocaust Memorial Miami Beach/Florida)

Wie immer gibt’s eine Wiederholung am Mittwoch der Folgewoche (4. 2., 22 Uhr) und die permanente Nachhörmöglichkeit ab Erstausstrahlung unter diesem Link.

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