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Women*s Action Forum erstmals in Liezen zum Thema ‚Ob Küchenhilfe oder Unternehmerin…‘ – „Nur wer eigene Wege geht, hinterlässt Spuren!“

Gemeinsam mit Radio FREEQUENNS wurde in der Region Liezen, die viele Fremdenverkehrsgebiete umfasst, zu einem ersten regionalen WAF-Styria- Frauenforum eingeladen. 15 Frauen aus dem großen Bezirk trafen sich zu einem interessanten Austausch im Bundesschulzentrum Liezen.

Hier Nachbericht/Zusammenfassung in der Sendung Freequenns Infopoint am 17. 11. 2023 zum permanenten Nachhören.

Sie beleuchteten in einem für das Women*s Action Forum typischen „Speeddating“ und einem Worldcafé ihre jeweiligen Erfahrungen in Tourismus und Wirtschaft, die je nach Generation, Lebensform und Berufsstand Unterschiede aber auch Vergleichbares aufweisen. So wurde über Rollenbilder & Traditionen und deren Hartnäckigkeit, über die Chancen und Risiken beim Generationenwechsel und die Bedeutung von weiblicher Leistung in und für die Region diskutiert und reflektiert. Auch mögliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen wurden erörtert und gegenseitige Ermutigung und Stärkung kamen nicht zu kurz. Deutlich zeigte sich, dass das Image des Tourismus immer noch sehr ramponiert ist, obwohl es einige Betriebe gibt, die inzwischen gute Arbeitsbedingungen bieten. Aber laut Meinung der anwesenden Frauen besteht immer noch viel Verbesserungsbedarf. Ein schönes Zeichen ist, dass viele Betriebe von Frauen geführt werden.

Bezogen auf die Rahmenbedingungen war die Forderung nach mehr und besserer Kinderbetreuung zentral (Betriebskindergärten, Modelle betriebsübergreifende Kooperationen, flexibleren Öffnungszeiten, Wochenend- und Verstärkung am Nachmittag und Abend). Dazu kommt der Wunsch nach familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen, nach mehr Kontrolle beim Arbeitsrecht und nach bezahlten Überstunden. Bzgl. leistbarem Wohnen steigt der Druck deutlich. Um junge Frauen (und Familien) in der Region zu halten, wurde auf mehr attraktive Ausbildungsformen (universitäre Ausbildung) und attraktive Jobs verwiesen. Unabhängige öffentliche Mobilität spielt ebenfalls eine große Rolle. Generell gibt es eine große Verbundenheit zur Region, weil sie auch eine hohe Lebensqualität aufweist, somit auch das Interesse, gerne zu bleiben, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Auch in dieser Region gibt es viele Rückkehrerinnen, die sich bewusst einbringen und engagieren.

Wichtige Erkenntnisse:
Gegenseitige Stärkung, d. h. Frauen sollten sich gegenseitig weniger streng bewerten, ihre Leistungen sollten sichtbarer und auch von Frauen selbst wertgeschätzt werden.
Mut zur Veränderung, auch wenn es unbequem ist: „Nur wer eigene Wege geht, hinterlässt Spuren“

Fazit von Lisa Rücker/Coach und Moderatorin dieser Veranstaltung von WAF – Women*s Action Forum Styria: „Alles in allem wieder ein schönes Beispiel für die Bedeutung von Raum für neue Begegnungen und Vernetzung, um das Bewusstsein der Frauen im Ennstal zu stärken.“ Hilde Unterberger als Kooperationspartnerin von Radio Freequenns zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden und hofft, dass noch mehrere WAF-Styria-Frauenforum-Veranstaltungen folgen – „… damit wir wissen, wir sind nicht allein“.

(Foto: E. Zitz)

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